Herrliches Sommer-Wetter begrüßte die Teilnehmer des 1. AKTIV-Camps des USV Jena e.V.. Getreu dem Motto „Aktiv von Kopf bis Fuß“ standen an den insgesamt 5 Camp-Tagen vom 20. bis 24. Juli 2009 neben jeder Menge Sport auch die Schwerpunkte Natur, Erlebnis und Persönlichkeit auf dem Programmzettel. Die vier eigens für das Camp geschulten Trainer Melanie, Lisa-Maria, Stephanie und Danny sorgten dann auch die gesamte Woche dafür, dass zu keiner Zeit Langeweile aufkommen konnte.Bericht Sommer-AKTIV-Camp 2009
Bevor es am Montag mit dem Thementag „Sport-Spiele“ losging, durfte natürlich jeder Teilnehmer sein Camp-T-Shirt und seine Trinkflasche in Empfang nehmen. Beides konnte mit freundlicher Unterstützung des „Laufladens“ realisiert werden. Nach einer kurzen Begrüßung mit spaßigen Spielen zum Kennenlernen, ging es dann auch direkt auf den grünen Rasen. Hier fand ein Stationstraining mit dem Schwerpunkten Basketball, Fußball, Volleyball und Frisbee statt. Nach einigen Übungen zur Materialgewöhnung stand das Erlernen grundlegender Fertigkeiten der jeweiligen Sportart im Mittelpunkt. Alle Kinder waren mit viel Freude bei der Sache und zeigten sich allen Sportarten gegenüber sehr aufgeschlossen. Nach einem stärkenden Mittagessen, das eigens für die Camp-Teilnehmer zubereitet und angeliefert wurde, war dann die erste Projektzeit angesagt. Hier ging es um die Frage „Wie organisiere ich ein Sport-Event?“. Um das Projekt möglichst realitätsnah zu gestalten, wurde als Event der Familien-Nachmittag im Rahmen des Camps ausgewählt.
Neben der Klärung wichtiger Fragen für das Grundverständnis, wurde dann mit der Grob-Planung begonnen: Was muss wann, wo, von wem und wie gemacht werden? Im Anschluss wurden selbstständig Gruppen gebildet und die wichtigsten Aufgaben sofort erledigt. Den Abschluss des Tages bildete dann eine Turnierform, bei der die am Vormittag erlernten Techniken in Spielen angewendet konnten. Auf sechs Spielfeldern ging es dann bei sechs verschiedenen Sportarten darum möglichst viele Punkte für das eigene Team zu sammeln.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen des Fußballs. Wieder war das Wetter den Teilnehmern wohl gesonnen und so konnte mit viel Begeisterung das Erlernen des Fußballspiels von Statten gehen. Bei der Erwärmung mit einer Partie Fußball-Baseball zeigten die Trainer Pia und Danny dann auch gleich, dass Fußball nicht immer gleich Fußball ist. Im anschließenden Stationstraining ging es um die Themen Ballbeherrschung, Koordination, Schnelligkeit, Torschuss und Spielfähigkeit. Nach dem leckeren Mittagessen stand nun die zweite Projektzeit auf dem Programm. Hier ging es darum, den Tags zuvor erstellen Grob-Plan zu verfeinern und den Ablauf des Events fertig zu stellen. Auch Aspekte wie Verpflegung, Turnierplanung, Werbemittel und Spiele-Parcours mussten geklärt werden. Im weiteren Verlauf des Nachmittags wurde dann das beliebte Holland-Turnier gespielt. Hier schloss man sich kurzerhand mit den Teilnehmern des parallel stattfindenden Mädchen-Fußball-Camps zusammen. In jeder Spielrunde wurden die Teams nach einem bestimmten Muster neu zusammengesetzt, so dass man ständig mit anderen Spielern zusammen spielen konnte. In jeder Runde durften dann Punkte für gewonnene Spiele und geschossene Tore gesammelt werden, so dass sich am Ende ein Spieler als Gewinner herausspielen konnte. Dies war im Rahmen des AKTIV-Camps Philipp Zeng.
Der Mittwoch begrüßte alle Teilnehmer mit einem kurzen Regenschauer, der jedoch die Stimmung in keiner Weise trübte – schließlich stand ja auch ein Erlebnis-Tag in den Jenaer Wäldern auf dem Programmzettel. Gesucht wurde der „Schatz des Fürsten“ der im Jahre 1536 von einem bösen Zauberer dem Fürsten Johann Friedrich I (Hanfried) entwendet wurde. Um die Stadt Jena nun von den Fängen des Zauberers zu befreien, musste der Schatz wieder in die Hände der „Guten Seite“ gelangen. Die Frage lautete einzig: wo könnte der Zauberer den Schatz versteckt haben? Glücklicherweise hat der Fürst einige Hinweise versteckt, die es nun zu finden und umzusetzen galt. Nur wenn alle Teilnehmer an einem Strang zogen, konnten sie die Aufgaben lösen und so dem ziel Schritt für Schritt näher kommen. Nach den ersten Aufgaben auf der „alten Holzbrücke“ musste man sich nun durch die Bewohner des „alten Dorfes“ auf den richtigen Weg bringen lassen. Dieser war schnell gefunden, doch weitere Gefahren lauerten bald: „Des Zauberers Wecker“, die „Ruinen der alten Stadt“ und das „Labyrinth der Leiden“ mussten umgangen oder durchgangen werden, bis schließlich das erste Ziel erreicht war: der Fürstenbrunnen. Hier galt es zunächst Verpflegung zu suchen, um so gestärkt die letzten Aufgaben lösen zu können. In kleinen Wettbewerben mussten Punkte gegen den Zauberer gesammelt werden und letztendlich in einer „Nacht und Nebel-Aktion“ der Schatz dem Zauberer entwendet werden.
Der Donnerstag stand im Zeichen des „Deutschen Sportabzeichens“. Hier durften sich alle Teilnehmer miteinander messen und jeder für sich möglichst gute Ergebnisse erzielen. Es ging dabei darum möglichst weit zu werfen, weit zu springen, ausdauernd und schnell zu laufen. Rechtzeitig vor dem einsetzenden Regenschauer konnten alle Stationen abgeschlossen werden und schließlich die dritte Projektzeit in Angriff genommen werden. Hier ging es nun darum, die letzten Vorbereitungen zu treffen und die Veranstaltung bestmöglich vorzubereiten. Wie an allen Camp-Tagen durften sich die Teilnehmer auch hier wieder regelmäßig mit Sportlergetränken und viel Obst stärken - das beides freundlicherweise vom Warenhaus Globus in Isserstedt zur Verfügung gestellt wurde. Der Nachmittag wurde dann im Erlebnisbad „GalaxSea“ verbracht. Hier wurde zunächst auf der eigens für die Camp-Teilnehmer abgesperrten Bahn der Schwimm-Teil für das Sportabzeichen absolviert, bevor schließlich noch genug Zeit zum Plantschen, Rutschen und Spielen im Wasser war.
Nach vier ereignisreichen Tagen stand nun am Freitag bereits der letzte Camp-Tag auf dem Programm. In der Erwärmung wurde die Musikanlage ausgepackt, flotte Musik eingelegt und eine anstrengende „Ballreise nach Jerusalem“ angetreten. Als Gewinner ging dabei Theo Rollberg hervor, der sich in einem spannenden Finale knapp gegen Robin Schmidt durchsetzen konnte. Das darauffolgende Stationstraining beinhaltete die Schwerpunkte Koordination, Schnelligkeit und Spielfähigkeit mit Bällen. Nach dem Mittagessen ging es in der vierten und letzten Projektzeit nun darum, die kommende Veranstaltung vorzubereiten: Wettbewerbe wurden aufgebaut, Kuchen verteilt, Kaffee gekocht und der Veranstaltungsort geschmückt. Pünktlich um 14 Uhr trafen dann auch die ersten Eltern, Verwandten und Freunde ein, so dass nun die Durchführung des vorbereiteten Sport-Festes gestaltet werden musste. Während sich bei den kleinen Wettbewerben überraschenderweise die „Erwachsenen“ gegen die „Kinder“ durchsetzen konnten, siegte beim anschließenden Fußball-Turnier mit „Team Deutschland“ eine gemischte Mannschaft.
Als sich alle Anwesenden noch einmal bei Kaffee und Kuchen von der Bäckerei Czech stärken konnten, stand der letzte Höhepunkt auf dem Programm: die Siegerehrung. Hier wurden die Gewinner der vielen Wettbewerbe im Laufe des Camps ausgezeichnet, ebenso aber auch Teilnehmer die sich durch ihr soziales Verhalten, ihre Helferdienste oder andere Besonderheiten auszeichnen konnten.
Aufgrund der einstimmig positiven Rückmeldungen gab es jedoch eigentlich nur einen großen Gewinner: die Kinder! Da sich einige am liebsten sofort für das nächste Camp angemeldet hätten, wird wohl sicherlich der eine oder andere beim Herbst-AKTIV-Camp wieder die Sportschuhe schnüren und den Weg ins Sportgelände des USV Jena e.V. an der Oberaue finden. Das AKTIV-Team freut sich schon jetzt darauf!!!




